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  Salzburger Festspiele 2007
Konzert mit Christine Schäfer im Haus für Mozart
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10. 8. 2007, Konzert im Haus für Mozart (wegen der besseren Akustik nicht mehr im Dom), Arien und Orchesterwerke, Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi

13.45 Uhr Treffen vor der Schule
14.00 Uhr Abfahrt von der Schule mit einem modernen Bus von Autobus Oberbayern mit Sitzgurten an jedem Sitz.
16.30 Uhr Ankunft in Salzburg, geführter Stadtrundgang und Besichtigung der Spielstätten der Salzburger Festspiele.Imbiß auf eigene Kosten der Schüler.
20.30 Uhr Treffen vor dem Haus für Mozart
21.00 Uhr Beginn des Konzerts
23.00 Uhr Ende des Konzerts, anschließend Rückfahrt nach München, Ankunft in München nicht vor 1 Uhr
Autobus Oberbayern

Impressionen der Reise

Nachtkritik der Salzburger Nachrichten
9. AUGUST 2007

Die Idee sorgte für Erstaunen, als das Direktorium der Salzburger Festspiele für 2007 zwar Anna Netrebko ankündigte, sie aber in zwei Domkonzerten "versteckte".


Ernst P. Strobl

Keine Gala, keine Oper, keine "Netrebko-Show"? Dass auch Elina Garanca bei der Aufführung von Pergolesis "Stabat Mater" dabei sein sollte, regte das Interesse zusätzlich an. Der Andrang nach Karten veranlasste die Festspiele dann doch, ins Kleine Festspielhaus auszuweichen. Elina Garanca sagte alsbald ab, an ihrer Stelle wurde der Countertenor Andreas Scholl engagiert. Drei Tage vor dem Konzert löste die Nachricht, dass Anna Netrebko wegen einer Laryngitis abgesagt habe, allerlei verständliche und unverständlich Reaktionen aus. Wer soll die Star-Sopranistin ersetzen und das Bedürfnis nach Glamour und Star-Tum befriedigen?

Christine Schäfer wurde von Berlin eingeflogen, und das ist immerhin die Sängerin, die als Cherubino in der vorjährigen "Figaro"-Inszenierung quasi alle an die Wand gespielt hatte. Im Prinzip war es sogar so, dass man sich den schlanken, sauberen und in den Koloraturen überaus wendigen Sopran von Christine Schäfer sogar noch als passender vorstellen konnte für Händel-Arien und das "Stabat mater dolorosa", dieses barocke Stück eindringlicher Trauermusik von Pergolesi. Und so war es auch. Sie kam, sang und siegte und dafür bemühten sich am Mittwoch Festspielintendant Jürgen Flimm und Konzertchef Markus Hinterhäuser persönlich als Blumenknaben auf die Bühne im Schlussapplaus.

Der späte Beginn rächte sich leider, indem einem die Längen des Konzertes noch länger vorkamen. Verantwortlich war das Orchestra Barocca di Venezia, das unter der Leitung von Andrea Marcon nicht nur kaum Spannung zu erzeugen vermochte, sondern durch die langen Stimmversuche der historischen Instrumente die Stimmung jeweils kippen ließen. Dass dazwischen Konzerte von Vivaldi gespielt wurden wie das bekannte Lautenkonzert, nahm sich wie musikalische Dehnübungen aus. Christine Schäfer und Andreas Scholl zeigten ihre Klasse, der Applaus war heftig und man hatte das Gefühl, er war nach zweieinhalb Stunden auch etwas durch Erleichterung angetrieben.

Anna Netrebko bald wieder fit
11. AUGUST 2007 Salzburger Nachrichten

Nach dem Wirbel um ihre Absage bei den Salzburger Festspielen wegen einer Kehlkopfentzündung wird die Star-Sopranistin Anna Netrebko mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin bald wieder auf der Bühne stehen. Auftakt ist ein Konzert in Köln am 18. August, danach folgen weitere Auftritte in Deutschland. Bis dahin sei Netrebko laut ihren Ärzten wieder fit, meldeten die Veranstalter am Donnerstag.


apa/dpa münchen

Nach dem Wirbel um ihre Absage bei den Salzburger Festspielen wegen einer Kehlkopfentzündung wird die Star-Sopranistin Anna Netrebko mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin bald wieder auf der Bühne stehen. Auftakt ist ein Konzert in Köln am 18. August, danach folgen weitere Auftritte in Deutschland. Bis dahin sei Netrebko laut ihren Ärzten wieder fit, meldeten die Veranstalter am Donnerstag.

Opernstar Rolando Villazón wird jedoch nicht an ihrer Seite singen. Er sei krank und werde in den kommenden zwei Monaten keine Termine wahrnehmen, hieß es. Netrebko und Villazon werden als "Traumpaar der Oper" gefeiert.

Als Ersatz kündigten die Veranstalter die Tenöre Marcelo Álvarez, José Cura und Ramón Vargas an. Netrebko habe mit allen drei Sängern bereits große Erfolge gefeiert, teilten die Veranstalter mit. Mit Vargas hatte Netrebko erst am vergangenen Samstag bei der Baden-Baden-Gala auf der Bühne gestanden.

Die Absagen von Netrebko und Villazón für Salzburg waren von der Festivalleitung mit Unmut quittiert worden. Beide sollten in dieser Woche das Salzburger Festspiel-Publikum begeistern. Netrebko wies Vorwürfe zurück, sie habe die Auftritte grundlos abgesagt. Sie habe sich schon bei ihren Konzerten am vergangenen Wochenende in Baden-Baden nicht wohl gefühlt, sagte die 35-Jährige und betonte, dass sie auch künftig wieder in Salzburg singen wolle.

Plauderstunde mit Zwischentönen
16. AUGUST 2007 Salzburger Nachrichten

"Wir haben eine sehr harmonische Spielzeit": Das ist das Halbzeit-Fazit von Intendant Jürgen Flimm und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.


Bild: SN/EPA

KARL HARB salzburg (SN). Seit diesem Sommer herrschen andere Sitten bei den Salzburger Festspielen, und dazu gehört auch das freundschaftliche Du zwischen der Präsidentin Helga Rabl-Stadler und ihrem Intendanten Jürgen Flimm.
Also ließ sich am Dienstagnachmittag der Intendant von seiner Präsidentin im Schüttkasten vis-à-vis dem Festspielhaus öffentlich befragen, wie es den Festspielen nach den großen Premieren, Wiederaufnahmen und der Haupttranche der Konzerte denn so gehe.
Wie nicht anders zu erwarten, wurde es eine amikale Plauderstunde - mit ein paar nicht uninteressanten Zwischentönen. Denn die Rede war hauptsächlich von den beiden Opern "Armida" und "Eugen Onegin". Mit keinem Wort kam "Der Freischütz" vor, von "Benvenuto Cellini" nur der kleine Schlenker, dass das etwas Ähnliches wie ein Musical sei. Dafür wurde in höchsten Tönen die Wiederaufnahme von Mozarts "Le nozze di Figaro" gelobt ("die Besetzung ist im Schnitt absolut viel besser", resümierte Flimm) und versprochen, dass die Produktion von Claus Guth zunächst "in die Garage" komme, aber 2009 durchaus wieder aufgenommen werden könnte.

Jedenfalls findet am 31. August, dem letzten Festspieltag, schon die erste Bauprobe für 2008 statt: Mozarts "Don Giovanni", den wiederum Claus Guth inszenieren wird. Er soll dann mit der 2009 folgenden "Cosí fan tutte" (Regie, wie bekannt: Michael Haneke) dem neuen Festspielhaus tatsächlich eine da-Ponte-Trilogie einschreiben, die ein "Haus für Mozart" rechtfertigt.
Viel mehr an Neuem ließ sich der Intendant auch von seiner Präsidentin nicht entlocken. Im Schauspiel, so Flimm, wisse er, dass Jan Lauwers von der belgischen "Needcompany" im Sommer 2009 im Schauspiel eine Rolle spielen werde und dass bezüglich des Balletts mit John Neumeier, Pina Bausch oder Sasha Waltz Gespräche stattfänden.
Auf die Frage, warum so wenig Wiederaufnahmen angesetzt würden, fand die Präsidentin die Antwort, dass alles eine Frage der schwierigen Disposition sei, dass aber auch die Sponsoren gerne immer Neues sehen wollten. Flimm bekräftigte: "Die Neugier unseres Publikums auf neue Sachen macht uns besonders glücklich."

In der leidigen Star-Debatte gab es von Flimm ein Bekenntnis zu Anna Netrebko - freilich nur, wenn sie bereit ist, im Sinne der Festspiele zusammenzuarbeiten: "Wir engagieren, wen wir wollen", sagte Flimm, und das seien die besten Künstler, nicht die prominentesten Namen.
Die Diskussion über den Star-Begriff fanden beide, Rabl-Stadler und Flimm, aber sehr heilsam: Nicht geschwiegen zu haben zum medialen Hype sei, so die Präsidentin, wichtig gewesen. Denn "unser Publikum soll wissen, dass wir auf seiner Seite sind". Den größten Star ortete Flimm übrigens im West-Eastern Divan Orchestra, das am Montag ein phänomenales Konzert gegeben habe.
Und dann doch noch ein Fazit: "Wir haben eine sehr harmonische Spielzeit."


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