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7.
Oktober 2007, 19.00 Uhr Philharmonie
im Gasteig.
"BELLE NUIT, O NUIT D'AMOUR"
Impressionen
von diesem Konzert



Die
Künstlerinnen Margarete Maumgartner
(l) und Isabella Standl mit dem
Vorstand von Kinder und Opern.
Kritik
Ungetrübtes Vergnügen
Eine Jacques-Offenbach-Gala mit
Vesselina Kasarova am 7. 10. 2007
Seit das letzte Mal eine der spritzigen
"opéres bouffes"
Jacques Offenbachs auf eine Münchner
Bühne fand, sind zehn Jahre
vergangen. Mit Spannung erwartete
man daher eine ganz diesem genialen
Großmeister der französischen
Operette gewidmete Gala in der Philharmonie.
Vesselina Kasarova, das Rundfunkorchester
und der Chor des Bayerischen Rundfunks
unter Ulf Schirmer präsentierten
sich von ihrer besten Seite. Sie
zeigten, welchen Spaß ein
perfekt geprobtes, dann aber mit
einem Höchstmaß an Lust
und Laune, Lebendigkeit und Spontaneität,
Witz und Eleganz serviertes Programm
aus Ouvertüren und kleinen
Szenen Offenbachs bereiten kann.
Von "La Périchole"
und "Pomme d'api" über
"Barbe-bleue" und "La
belle Hélène"
bis "La Grande-Duchesse de
Gérolstein" und der
Oper "Les contes d'Hoffmann"
reichte das Spektrum, gekrönt
von fünf Ausschnitten aus "Orphée
aux enfers" mit dem "Höllenchor"
samt dem berühmten, rasanten
Cancan am Ende. Vesselina Kasarova
sang und artikulierte mit großartiger
Delikatesse und umwerfend augenzwinkerndem
Charme, dunkel gurrend in der Tiefe,
brillant schillernd in der Höhe,
ob sie nun eine leicht angeschickerte
Dame zu porträtieren hatte
oder eine gleich ins ganze Militär
verliebte Großherzogin. Die
Anzüglichkeit fast jeder Phrase
ließ sie sich auf der Zunge
zergehen, und man musste gar nicht
perfekt Französisch verstehen,
um zu wissen, was gemeint war.
Zum ungetrübten Vergnügen
des für CD mitgeschnittenen
Abends trug ein sehr pointiert und
quasi in Sektlaune singender BR-Chor
ebenso bei wie ein prächtig
disponiertes Rundfunkorchester,
das nicht nur als Kollektiv wunderbar
spielte, sondern auch blitzblank
geputzte, hintergründig komische
Instrumentalsoli beisteuerte.
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