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"Der
Barbier von Sevilla" von Rossini
Peter
Gelb bringt die Oper ins Kino
Zum
ersten Mal wurde eine Oper, Gioacchino
Rossinis Werk "Der Barbier von Sevilla",
live aus der New Yorker "Met"
ins Kino übertragen. In Deutschland
gehörte das Münchner "Cinema"
sowie Kinos in Karlsruhe, Köln, Nürnberg
und Stuttgart zu den neuartigen Übertragungsorten,
in denen die Oper live wie ein Fußballspiel
auf die Kinoleinwand geworfen wurde. Weltweit
nahmen mehr als 150 Kinos an dem Projekt
teil. Insgesamt, so schätzen die
Veranstalter, sahen 65 000 Menschen die
Aufführung, von denen nur 3800 tatsächlich
in der Met saßen.
Der Leiter der Metropolitan Opera, Peter
Gelb, hat sich dieses ungewöhnliche
Spektakel ausgedacht, um ein neues, jüngeres
Publikum zu erreichen, nachdem das Durchschnittsalter
der Met-Besucher auf über 65 Jahre
angestiegen war. Ein Kollege aus der gemeinsamen
Zeit bei Sony half ihm, das Projekt in
Deutschland auf die Beine zu stellen:
Herbert Kloiber und seine Tele München
Gruppe.
In digitaler Hochauflösung und mit
Surround-Ton konnten die Zuschauer die
Sänger hören und sehen, als
würden sie direkt neben ihnen stehen.
Zwölf bewegliche Kameras und Mikrofone
an den Körpern der Sänger sorgten
dafür, dass das Publikum jedes Rascheln
und jeden Seufzer hautnah mitbekam. Das
Kino-Publikum liebte die heitere Inszenierung
des Regisseurs Bartlett Sher ebenso wie
das in New York. Am Ende vergaß
manch einer vielleicht sogar das er nicht
in der Oper saß. Nach dem großen
Erfolg des Projektes sollen im Herbst
weitere ähnliche Übertragungen
folgen.


Peter
Gelb, Generalintendant
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