Liebe
Eltern,
sehr geehrte Frau Stachowitz,
sehr geehrte Damen und Herren von der Presse,
liebe Kolleginnen,
ich
möchte Sie heute sehr herzlich zum
Auftakt unserer großen Unternehmung
begrüßen. Mit Spannung haben
wir alle den großen Tag erwartet
- und jetzt ist er da! Gleich geht es
los, die Kinder sind schon sehr aufgeregt
und wir nicht minder. Es ist ja kein normaler
Schulausflug, den wir vorhaben, zu weit
ist unsere Reise, zu groß das Erlebnis,
das uns bevorsteht: ein Konzert mit Placido
Domingo in der Arena in Verona.
Das
ist auch für unsere Schüler,
die durch das Elternhaus und durch den
Musikunterricht, der an unserer Schule
angeboten wird, schon Zugang auch zu klassischer
Musik haben, ein ganz besonderes Ereignis,
an das vor wenigen Wochen noch niemand
zu denken gewagt hätte, wenn, ja
wenn uns nicht ein Musikliebhaber und
Kinder-"Narr", darf ich das
so sagen?, Herr Rainer Klose, dazu eingeladen
hätte. Ihn möchte ich nun ganz
besonders herzlich begrüßen,
denn ohne seine grandiose Idee stünden
wir jetzt nicht hier.
Zu
ihm gab es die am häufigsten an mich
gerichtete Frage: Wer tut denn so was?
Warum? Darauf brauche ich Ihnen heute
keine Antwort zu geben, er wird es ihnen
gleich selbst sagen.
Nur
einige wenige Gedanken möchte ich
zu unserem Vorhaben äußern:
Als Lehrerin, als Schulleiterin ist mir
der Zugang der Schüler zur Kunst,
zur bildenden Kunst, zur Musik sehr wichtig,
und zwar da, wo Kunst und Ästhetik
gemeinsam auf den Menschen wirken, wo
sie ihn berühren und sein Herz öffnen
dem Guten und dem Schönen. Nicht
umsonst haben Schillers "Ästhetische
Briefe" noch heute Bedeutung in der
Erziehungswissenschaft. Es gehört
zu unserem Erziehungsauftrag, Kinder mit
Kunst in Berührung zu bringen, denn
nur da, wo Nähe zu Kunst geboten
wird, kann Liebe zur Kunst entstehen.
Leider fehlen uns meist die Mittel, Kindern
direkte Begegnung mit der großen
Kunst zu bieten, da sind wir auf Mäzene
wie Herrn Klose angewiesen, der Kinder
durch einen Konzertbesuch einer der berühmtesten
und eindruckvollsten Bühnen der Welt,
für Kunst, in diesem Fall die klassische
Musik, begeistern möchte. Das ist
eine Absicht, die durch eine Reise wie
die unsere sicher in die Tat umgesetzt
werden kann. Mit seinem Einsatz gibt er
ein wahrhaft gutes Beispiel, das vielleicht
Schule macht, wünschen würde
ich es mir jedenfalls.
Dazu
gehört auch eine gewisse Öffentlichkeit,
deshalb möchte ich mich bei den Damen
und Herren von der Presse und des Fernsehens
für ihr Kommen und ihre Berichterstattung
sehr herzlich bedanken, ebenso wie bei
Frau Stachowitz, Münchner Stadträtin,
die für Schule und Erziehung zuständig
ist, und die das Interesse der Stadt und
des Oberbürgermeisters an unserer
Aktion dokumentiert. Ihnen, liebe Frau
Stachowitz, gebe ich gleich das Wort.
Lieber
Herr Klose, lieber Rainer, vielen Dank
für diese beiden Tage und das große
Musikfest, das dazwischen liegt.
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