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  Oper "La Cenerentola" von Gioachino Rossini in Dorfen
Kritik aus dem Müchner Merkur Land
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Grandios und furios

Dorfen - Die Premiere im renovierten Jakobmayer-Saal war ein grandioser Erfolg: La Cenerentola ist eine Oper für alle.

Da fliegen die Fetzen und das Geschirr: Bei der komischen Oper von Rossini geht es rund.

Foto: Weingartner

"Ich habe selten so gelacht", erzählt eine restlos begeisterte Besucherin im Jakobmayer: Die Frau war aber nicht etwa im Kabarett, sondern in der heftig gefeierten Premiere der komischen Oper La Cenerentola von Gioachino Rossini. Der gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Die Leichtigkeit des Belcanto spiegelt sich in La Cenerentola wider, die die Opera Incognita in einer grandiosen Eigenproduktion auf die Bühne des Jakobmayer-Saales brachte.

La Cenerentola ist italienisch und heißt nichts anderes als Aschenputtel. Rossinis herrliche und weltberühmte Adaption des bekannten Märchens wurde von Andreas Wiedermann glänzend inszeniert und vom Dorfener Komponisten Ernst Bartmann für ein vierhändiges Klavier trefflich arrangiert. Die beiden feierten schon mit der Operette Fledermaus einen tollen Erfolg im Jakobmayer. Zusammen mit Josef Irgmaier begleitete Bartmann die Aufführung mit virtuosem Spiel auf dem altehrwürdigen Rönisch-Flügel des Jakobmayer.

Fein ja, aber im Frack erschien niemand der Opernbesucher. Das ist auch nicht nötig, denn Ziel von Opera Incognita war einmal mehr, eine Oper für alle zu generieren. Und so wie sich La Cenerentola in Dorfen präsentierte, war es auch eine Opern-Aufführung, die sicher jedem gefallen kann. Zudem wurden die Szenen der Handlung per Videoeinblendungen über der Bühne mit teils amüsanten Kommentaren eingeblendet. Da war der Kammerdiener dann schon mal der Bodyguard.

Die Akteure sind Reinhild Buchmann als La Cenerentola (Aschenputtel), Manuel Ried als Don Ramiro (Prinz), Johannes Gruber als Dandini (sein Kammerdiener), Maxim Matiuschenkov als Don Magnifico (Graf), Angelika Mayer als Clorinda und Karin Torbjörnsdóttir als Tisbe (Töchter), sowie Urs Klebe als Alidora (gute Fee). Einige waren dem Publikum noch aus der Fledermaus in Dorfen angenehm im Gehör.

Rossinis La Cenerentola verlangt den Akteuren gesanglich alles ab - auch im Jakobmayer-Saal in der Kammermusikversion. Schnelle Liedpassagen etwa, die Tonleiter rauf und runter. Dazu sind die Sänger in der flotten, modernen Kammermusikversion in Dorfen auch schauspielerisch voll gefordert und ständig in Aktion und Bewegung. Dennoch sitzen Mimik und Töne. Besonders Aschenputtel Buchmayer gab eine exzellente Gesangsvorstellung. Die Schwierigkeiten meisterten die Sänger brillant in der Aktion geladenen Vorstellung mit einigen witzigen Gags und amüsantem Slapstick.

Mit minutenlangem Beifall und Bravissimo-Rufen belohnte das Publikum die tolle Vorstellung. Auch der Dorfener Opernexperte Franz Erl schwärmte von der Aufführung: "Unglaublich, wie die musikalischen Abläufe ins Schauspielerische integriert waren. Die Kombination Schauspiel mit guten Gags und Musik war perfekt."

Die Oper wird nochmal aufgeführt am 13./14. und 21./22. Juli, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es noch für alle Vorstellungen. (prä)



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